Montag, 7. Dezember 2009

Einkaufsnöte

Als wir am Wochenende einkaufen waren, beim Supermarkt, der 100 m entfernt ist, war da ein Plakat an der Eingangstür: Diese Filiale wird am 19.12. geschlossen. Geahnt haben wir das schon länger. Sämtliche anderen Filialen in Salzburg sind verkauft worden an eine große Handelskette, diese war die letzte. Die hat es so lange gegeben, weil die andere Handelskette sie nicht kaufen wollte. Aber ein langes Gesicht habe ich dann schon gemacht. Drinnen haben wir dann mit der Filialleiterin gesprochen, die jetzt seit mindestens 15 Jahren hier arbeitet. Ganz gleichgültig ist ihr das auch nicht, die Zukunft ist ungewiss, neue Stelle hat sie noch keine in Aussicht. Und mir tut das furchtbar leid. Ich bin immer gerne hingegangen, habe mich dort immer wohl gefühlt, was am Personal gelegen ist.
Ob dort wieder ein Geschäft reinkommt, weiß auch kein Mensch. Das wird sich herausstellen. Und jetzt weiß ich nicht mehr, wo ich in Zukunft einkaufen soll. Es gibt zwar noch einen Supermarkt in der Nähe, aber den boykottiere ich, weil diese Kette als erste vor ein paar Jahren versucht hat, das Sonntagsbeschäftigungsverbot zu umgehen. Damals wurde ihnen das verboten, jetzt haben sie ein Schlupfloch gefunden, indem sie Tankstellenshops aufkaufen und sie in Supermärkte umwandeln, die dann eben am Sonntag offen haben. Die werden mich nicht sehen, da bin ich stur. Aber das nächste Geschäft ist dann doch schon in einer Entfernung, die man zu Fuß mit schweren Taschen nicht gerne zurücklegt. So ein Mist.

Kommentare:

  1. Ja die vielen Veränderungen und da draussen weht ein rauher kalter Wind. Ich bin dankbar das meinn Mann, die großen Kinder Arbeitsstellen haben, ich dazu verdienen kann und wir unsere Existenz haben.Auch wenn es nicht immer einfach ist.
    Die Menschen rücken näher zusammen. Hoffe es öffnet sich für euch eine neue Tür in der Nähe für den Einkauf.liebe Grüße Manuela

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  2. Guten Morgen Margot.


    Was hast du gegen Sonntagsöffnugszeiten von "diversen" Geschäften? Am Ende dürfte dann ja auch kein Kaffee oder entsprechende Wirtschaft am Sonntag auf haben. Den TRankstellenservice finde ich übrigens gut. Ist aber leider entsprechend "zu teuer". Also teuer im Sinne von sehrüberspitzt. Coop hat zum Beispiel hier ein "Pronto", welches auch am Sonntag bis 18 Uhr glaube ich sogar auf hat. Wie oft hatte ich was die Woche über vergessen und konnte schnell jenen Service nutzen. Und diese Möglichkeit wurde von den Leuten dermassen positiv aufgenommen, dass nun mittlerweile sogar zwei weitere Geschäfte diesem Beispiel folgten und am Sonntag auch auf haben. Ich finde es sogar in so fern gut, weil auf diese Art, und das ist wirklich so, zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen wurden. Die Reglung erlaubt es dadurch sogar längere Öffnungszeiten zu haben. Fakt ist, dass es "viele" Menschen gibt, die länger als bis 17 oder 18 Uhr arbeiten müssen und so die Woche über oft nicht die Möglichkeiten haben entsprechend ein zu kaufen. Wenn ich aber am Sonntag wirklich "offenwarme" Backwaren auf diese Art meiner hungrigen Sippe auf die Frühstücksteller legen kann, oder vielleicht sogar noch schnell etwas Gemüse oder der gleichen holen kann, finde ich das gut. Zumal hier viele Studenten und sonstige "Kräfte" gefrtagt sind, welche vielleicht noch etwas dazu verdienen wollen. Ich glaube hier ist wirklich jedem geholfen. Am Freitag oder gar am Samstag gehe ich schon langsam gar nicht mehr gerne Einkaufen. Egal wo du hinfährst, sind die Läden alle zum bersten voll. Die Menschen kaufen ein, als wenn es morgen nix mehr gebe, oder die Welt bald untergeht. Gehe ich am Vormittag, sieht es oft nicht viel besser aus. Und am Abend kurz vorm LAdenschluss, ist die Auswahl von vielen "Frischprodukten" eher lau und mau, als ansprechend. Es ist also immer eine Sache der Ansicht und hat natürlich auch zwei Seiten. Aber ich denke wenn die Nachfrage vorhanden ist, das Angebot stimmt und sogar wie gesagt Plätze geschaffen werden dadurch, ist es für ich stimmig. ;-)
    Wünsche euch in Salzburg aber noch eine wunderschöne Adventszeit und einen entsprechenden Einstieg ins "Weihnachtsgeschäft". ;-)



    LG rolf



    PS: Liegt nun schon viel Schnee bei euch?

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  3. Uih ja ich kann gut verstehen, dass nun Einkaufsnöte bei Dir ausbrechen, wünsche Dir maximale Erfolge für eine gute Lösung. Hier bei uns ist das Problem eher umgekehrt. Als wir vor Jahren in diese Kleinstadt zogen, war die nächste gute Einkaufsquelle gut 1 km entfernt, oft sind wir Sa. oder Freitag zu fuß hingegangen und haben eingekauft und geschleppt. Dann kam ein Supermarkt gleich in 300 m Nähe, und kurze Zeit später einer in 200m Nähe. Ich fühle mich jetzt bedroht von diesem Supermarktangebot und mag gar nicht mehr einkaufen gehen (schicke nun den Lieblingsmann, der das eh lieber mag). Wenn ich jetzt Lust auf einen Spaziergang habe, muss ich das auch so formulieren, die Lockung, dass der Ziel der Supermarkt in 1 km Entfernung ist, zieht irgendwie nicht mehr... LG Kuestensocke

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  4. Das wird überall zu einem Problem, wenn die großen Ketten die Geschäfte aufkaufen und zu machen. Bei mir liegen die Supermärkte am Stadtrand. Das geht nur mit Pkw oder Fahrrad. Die alten Leute haben es hier besonders schwer.
    Liebe Grüße
    Joachim

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  5. Hm, dann leg dir doch einen Drahtesel zu. Mit Einkaufskorb und Satteltaschen und so. Wäre sogar ne recht umweltfreundliche Lösung, glaub ich.

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  6. Manuela, wenn ihr eure Existenz habt, dann habt ihr schon viel. Das denke ich mir zumindest manchmal, wenn mich wieder einmal der Rappel packt und ich am liebsten meinen Brötchengeber verfluchen würde.
    Rolf, wenn du jetzt ganz ehrlich bist: Hast du wirklich unter der Woche keine Zeit für deinen Einkauf? An der Sonntagsöffnung stört mich vieles. Dass sich hier jemand unter Ausnutzung eines Schlufloches einen Wettbewerbsvorteil verschafft, der innerhalb kürzester Zeit dazu führen wird, dass die anderen nachziehen müssen, wenn sie überleben wollen. Was für die Angestellten ein geregeltes Familienleben unmöglich macht (würdest du gerne am Sonntag arbeiten, wenn deine Frau ausgerechnet am Sonntag frei hat?), Kinderbetreuung zu einem Hasardspiel macht und auch nicht zu einem höheren Gehalt führt. Denn dass die Angestellten deshalb mehr verdienen, halte ich für eine Illusion. Schließlich machen die Geschäfte wegen des offenen Sonntags auch nicht mehr Umsatz, weil die Leute deshalb noch lange nicht mehr Geld auszugeben haben. Sie brauchen also mehr Personal und werden deshalb die Personalkosten senken wollen. Das ist eine Entwicklung, die eine Kettenreaktion nach sich zieht. Und irgendwann passiert es dann auch den Leuten, die sich über offene Geschäfte freuen, dass sie sonntags arbeiten müssen, und dann ist der ganze Effekt beim Teufel. Nur die Lebensqualität ist für alle gesunken. Das habe ich gegen offene Geschäfte am Sonntag.
    Antje, und wie wär's, wenn du den Lieblingsmann einkaufen schickst und selbst in der Zwischenzeit spazieren gehst? Ist doch ideal, wenn der gerne einkauft und du nicht so gerne.
    Joachim, Supermärkte und Einkaufszentren am Stadtrand haben wir auch zur Genüge. Das trägt ganz wesentlich zum täglichen Verkehrschaos bei. Zur Zeit ist es besonders schlimm, da kommen die Weihnachtseinkäufer auch noch dazu. Und immer mehr kleine Geschäfte machen dafür zu.
    Ghost, da hast du einen wunden Punkt getroffen. Seitdem mir mein letztes Fahrrad gestohlen worden ist, habe ich mir keines mehr zugelegt. Meine Wege lege ich alle zu Fuß oder mit dem Bus zurück. Aber ich denke es mir selber schon lange, ein Fahrrad, das wäre gar nicht blöd.
    Liebe Grüße euch allen von Margot

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Ich freue mich, dass ihr bis hierher gelesen habt und freue mich noch mehr, wenn ihr eure Meinung dazu sagt.