Mein Kind ist gerade ausgeflogen, mit Freunden unterwegs in der Stadt, da melde ich mich jetzt schnell einmal mit den neuesten Neuigkeiten.
War ja eine ereignisreiche Woche mit Tochterbesuch. Morgen möchte sie wieder abreisen, erst einmal Richtung Berlin mit Interrail, dann noch weiter durch ganz Europa. Ich bin einmal gespannt, wieviel sich ausgeht in drei Wochen. Aber aufregend ist das schon, an meine eigenen Interrailreisen denke ich gerne zurück.
Vorgestern, als ich von der Arbeit heimkam, der Lieblingsmann und ich kommen bei der Tür rein, steht da plötzlich ein wildfremder Mann in meiner Wohnung, wallende lange Haare, Ziegenbärtchen, so ein T-Shirt an, wie es die Fans von irgendwelchen Rockstars gerne anhaben, und begrüßt uns in breitestem Tiroler Dialekt, den ich leider schriftlich nicht wiedergeben kann: "Grüßeuch, ich bin der Robl!" Übers ganze Gesicht strahlend, war mir auf Anhieb sympathisch, obwohl unbekannt. "Danke, dass ich ein Nachterl bei euch schlafen darf," war seine nächste Wortmeldung. Irgendwie habe ich so den Verdacht, der Robl ist mein neuer Schwiegersohn. Zur näheren Erläuterung: Er ist Schlagzeuger in einer Heavy Metal-Band, hat verschmitzte Augen, und ich mag ihn gern. Dann wurde auch gleich lang und breit gefachsimpelt mit dem Lieblingsmann, ich glaube, da haben sich zwei gefunden.
Gestern war dann die Verabschiedung meiner Kollegin, mit Buffet, Ansprachen, Geschenken, Blumen, sehr würdevoll. Sie war eine, dich ich sehr gern gemocht habe, ich hoffe, sie lässt sich noch hin und wieder blicken. Aber oft ist die Pensionierung dann doch ein Schlussstrich, viele meiner ehemaligen Kollegen und Kolleginnen wollen mit der Arbeit gar nichts mehr zu tun haben.
Ja, und essen war ich mit einer Freundin, schöner Gastgarten, nette Gespräche, viel gekichert. Und als eines der Highlights des Abends kann ich verkünden, dass meine Freundin sich über selbstgestrickte Socken freut. Hehe. Wieder ein Opfer gefunden.

Gestrickt habe ich auch ein bisschen. Hier der Fortschritt beim Schal. Als akustische Untermalung zu diesem Bild müsst ihr euch Donnergrollen im Hintergrund vorstellen, kurze Zeit später war hier ein gewaltiges Gewitter.
So, das war's erst einmal. Jetzt versuche ich es noch mit einer Blogrunde, einmal schauen, wie weit ich komme. Die, die ich nicht mehr schaffe, bitte nicht böse sein, es gibt sicher viel zu lesen überall.