Montag, 20. Juli 2009

Die neue Rechtschreibung


Dann muss ich noch etwas beichten. Das fällt mir zu dieser Zeitungsgeschichte noch ein. Die Rechtschreibung, genaugenommen die neue Rechtschreibung. Ich stehe mit ihr auf Kriegsfuß. Früher einmal war Rechtschreibung für mich kein Thema, ich konnte das einfach. Blind und ohne groß nachzudenken habe ich alles richtig geschrieben. Doch dann kam die neue Rechtschreibung. Ein paar Jahre habe ich sie noch verweigert, dann begann die Schulzeit meiner Tochter, und ich fasste den Entschluss, umzulernen. Kann doch nicht so schwierig sein, dachte ich. Irrtum. Andauernd muss ich nachdenken, ich bin unsicher geworden, Groß- und Kleinschreibung, zusammen oder getrennt, Oberschine oder Aubergine, es ist ein Dilemma. Früher war das Schreiben ganz einfach, heute ist es schwierig. Dann dachte ich, das hat man sicher schnell verinnerlicht, wenn man einfach genug liest, das lernt man ganz von selbst. Zweiter Irrtum. Auch die Zeitungen sind voller Rechtschreibfehler, sogar Bücher sind fehlerhaft, und von den gedruckten Prospekten, die so ins Haus flattern, will ich gar nicht reden. Habe sogar Bücher zu diesem Thema gelesen, was meine Verwirrung noch gesteigert hat. Das Tüpfelchen auf dem I war dann noch die Reform der Reform. Und die alte Rechtschreibung beherrsche ich auch nicht mehr. Verlernt ist verlernt.
Nur so als Nachbemerkung zu dem Käseblatt, das ich heute erhalten habe. Immerhin, so gut ist meine Rechtschreibung noch allemal.

Kommentare:

  1. ja, also diese Rechtschreibreform war vollkommen überflüssig. Rechtschreibung war für mich schon immer nicht wirklich einfach. Aber das schlägt dem Fass jetzt den Boden aus.

    AntwortenLöschen
  2. Rechtschreibreform, das finde ich zum Davonlaufen. Ich schreibe so weiter, wie wir´s gelernt haben und damit ist´s gut. Da mache ich mir keine Gedanken mehr drüber. Nur gut, daß nicht irgendein Oberschlauer das 1x1 reformieren will. Obwohl, wenn ich´s so bedenke, vielleicht haben ja manche Banken schon ihre eigene Zahlenreform gehabt..... LG Doris

    AntwortenLöschen
  3. Ich mache es mir da einfach. Die kurzen ß schreibe ich ss, die alten ph als f und lange zusammengesetzte (zusammen gesetzte?) Adjektive manchmal auseinander. Übrigens: Die Oberschine ist wohl aus Stahl. Vorsicht beim Eßen! Lach!
    LG Joachim, www.anais2317.com

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Margot,ich habe hier noch gar keinen Fehler gefunden und das will etwas heißen...lach oder auch nicht,ich mache auch ganz viele Fehler, vor allem weil ich nicht gut am PC schreiben kann - das habe ich verlernt.Ich überlege immer mal ob ich nochmals einen Kurs im Tastenschreiben belege...lach..handschriftlich könnte ich es besser.;-))
    Also ich werde einmal aufpassen ob ich etwas finde..hihi und du liest bitte bei mir auch ganz genau mit.;-) Keine Sorge wenn ich mal zehn Jahre mit den Kindern gearbeitet habe, habe ich sämtliche Fehler übernommen - das macht das Gehirn so ..bei
    der Häufigkeit der Fehleransichten - und kann weniger gut richtig Schreiben...lautlach
    Denk dir nix und Kommas sind eh eine Gefühlssache, die lassen sich nicht in Rahmenbedingungen pressen.
    "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" lautet ein Buchtitel - super Bücher über das Deutsch der Deutschen.;-)lg Manuela
    P.S.Werde dich auf dem Blogtreffen sehr vermissen.

    AntwortenLöschen
  5. Ich musste mich wegen meiner Tochter auch mit der neuen Rechtschreibung auseinander setzen.Und da war der Streit dann vorprogrammiert.Jetzt brauche ich es aber nicht mehr und ich schreibe so wie ich es gelernt habe.Die neue Rechtschreibung ist mir ziemlich schnuppe!

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Margot!

    Abgesehen von der Tatsache, was das Bücher-Umschreiben usw. an Geld kostet/gekostet hat, könnte ich mich hierrüber noch weitaus mehr aufregen:

    Jahrelang haben sich "unsere" Politiker den Kopf (?) zerbrochen, ob man DASS mit ß oder ss schreibt ... aber die Gesetze für z.B. Kinderschänder zu ändern, haben sie weder Zeit, Lust noch Geld!!!

    So, nu hab ich mir aber Luft gemacht, gelle (grins)!? Lieben Gruß, Claudia

    AntwortenLöschen
  7. Also ich bin ja genau der Jahrgang, der von Beginn an die neue Rechtschreibung lernen musste. Deswegen hab ich sicher auch gar kein Problem damit. Aber ich erwiche mich ehrlich gesagt manchmal, woe ich statt den neuen "f" lieber "ph" schreibe, sieht einfach besser aus... Aber eigentlich ist es eh egal, wie man schreibt. Inzwischen weiß ja keiner mehr, wie es richtig ist und da findet auch niemand Fehler. Ob das das Ziel war...?

    AntwortenLöschen
  8. eine der ueberfluessigsten reformen ueberhaupt ! ich schreibe so, wie es mir einfaellt und am pc ist ja word so nett mich ein wenig zu ueberwachen.... ;-) :-)
    liebe gruesse steffi :-)

    AntwortenLöschen
  9. Da sprichst du mir aus der Seele!!!! Ich, die ich immer sicher war in der Rechtschreibung, bin zum Unkundigen mutiert. Ich dachte auch, dass ich mit meinen Töchter mitlernen könnte und das hätte auch fast geklappt (ich hatte das mit dem Rad fahren gegengüber dem vertrauten radfahren durchaus verstanden) da kam die Reform der Reform und seit dem bin ich derart verunsichert, dass es mir schon fast peinlich ist zuzugeben, dass ich Abitur habe. So einen Mist hätte niemand gebraucht. Das wirklich Wichtige (warum gibt es nur im Deutschen diese dämliche Groß- und Kleinschreibung, warum können wir unsere Kommata nicht setzen, wie es die persönliche Betonung erfordert?) hat niemand angetastet. Lesen die, die das entschieden haben eigentlich nie im Internet??
    Liebe Grüße
    Sabine

    AntwortenLöschen
  10. Als die Diskussion um die Rechtschreibung damals begann habe ich mich gefreut, dass Erleichterungen angedacht wurden. Ein wichtiges Ziel war es das Erlernen der Rechtschreibung zu erleichtern auch für Kinder mit Migrationshintergund.
    Das fertige und dann nochmals reformierte Regelwerk ließ dann leider doch jeden Reform-Mut vermissen, der mal angedacht war. So kann es sein in einem demokratischem Prozess.
    Es hat sich mir nicht erschlossen warum die Sprache "gesetzlich" geregelt wird, wo sie doch so lebendig ist und sich ohne Zutun von Sprachwissenschaftleren, Philologen und Politikern verändert - der einheitliche Druck von Schulbüchern und einheitliche Regeln für die Korrektur von Diktaten in der Schule sind dafür keine ausreichenden Gründe, meine ich.

    Vielleicht erfüllt die Reform dennoch einen Teilzweck, weil es Kinder einfacher haben die Regeln zu verstehen. Für alle die umlernen müssen, wird es schwierig bleiben - wer mag schon gern Veränderung? Wenn ich mir die Umstieg auf Office 2007 anschaue, befallen mich ähnlich Gefühle: das Umlernen ist grauenvoll, für Neuling jedoch ist die neuen Systematik intiutiver...

    AntwortenLöschen
  11. Da bin ich ja froh, dass ich nicht alleine dastehe mit meiner Verunsicherung. Bei mir nimmt das solche Ausmaße an, dass ich Wörter, bei denen ich mir nicht sicher bin, wie man sie schreibt, weglasse und versuche, ein anderes Wort dafür zu finden.
    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  12. Ich ignoriere sie - und lebe damit hervorragend.

    AntwortenLöschen
  13. Mo, freut mich, dass du wieder da bist, auch wenn du das wahrscheinlich anders siehst! War aber ein sehr kurzer Urlaub. Komme später noch lesen zu dir.
    Liebe Grüße von Margot

    AntwortenLöschen

Ich freue mich, dass ihr bis hierher gelesen habt und freue mich noch mehr, wenn ihr eure Meinung dazu sagt.