Montag, 3. August 2009

Der Wert des Geldes

1 kg Bananen: 10 min Arbeit (Männer), 15 min Arbeit (Frauen)
500 g Kaffee: 7,5 min Arbeit (Männer), 11 min Arbeit (Frauen)
1 kg Reis: 6 min Arbeit (Männer), 9 min Arbeit (Frauen)
250 g Butter: 4,5 min Arbeit (Männer), 6 min Arbeit (Frauen)
1 l Milch: 3 min Arbeit (Männer), 5 min Arbeit (Frauen)
1 kg Zucker: 4,5 min Arbeit (Männer), 5,5 min Arbeit (Frauen)

Beim jeweils billigsten Angebot, statisitische durchschnittliche Nettoeinkommen von 2007 in Österreich. Allerdings ist das eine sehr polemische Auflistung, ich habe Vollzeitjobs gerechnet. Bekanntermaßen arbeiten Frauen ja nicht so viel. Die Arbeitszeit 47 Wochen (im Urlaub wird auch nicht gearbeitet), die durchschnittliche Krankenstandsdauer habe ich auch nicht berücksichtigt.

Kommentare:

  1. Hallo Margot, wünsch dir noch ne schöne Woche. Die 47 Stunden ist das die normale Wochenarbeitszeit? Das wäre was für die Mitarbeiter von VW z.B., die ja wohl nur um die 30 Stunden die Woche arbeiten. Liebe Grüße Volker

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  2. Liebe Marion, ich sehe es mal von der ausgleichenden Seite: da Männer im Durchschnitt mehr essen und von 1 kg Bananen nicht so satt werden wie Frauen, ist die gefühlte Ungerechtigkeit vielleicht doch nicht so groß. LG Kuestensocke

    P.S. Im übrigen ist wohl ganz gut, dass Frauen im Durchschnitt nicht so lange arbeiten und daher grundsätzlich mehr Zeit fürs Einkaufen hergeben können - die Kundschaft im Handel ist zum großen Teil weiblich. Merkwürdig nur, dass die meist männlichen Firmenchefs ihre Kundschaft nicht so richtig kennen und/oder ernst nehmen, sonst hätten wir längst besseres Licht in Umkleidekabinen und mehr Kaffee-Ecken in den Shops...

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  3. Lieber Onlinetherapeut, die 47 sind WOCHEN/Jahr, nicht Stunden/Woche.
    Liebe Küstensocke, ich liebe schwarzen Humor!
    Liebe Margot - denk mal doch über den begrenzten aber angriffsmäßigen Eingang in die Sozialpolitik nach! (am besten landesebene)
    Bussi
    mo

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  4. Wie bist du darauf gekommen.;-) Unterschiede zwischen Männer und Frauen....immer noch ein Thema. Deshalb plädiere ich für Ganztagsschulen. Als Alternativ-Schulen. Damit Frau sich ernähren kann, in ihre Unabhängigkeit finden kann - wenn sie es dann braucht. Oder zum Unterhalt der Familie beitragen kann.In Bayern ist Schulschluss in der Grundschulzeit 11.20.ich hatte keine Oma. Und der Wiedereinstieg nach den Kindern war hammerhart schwer und ist es zum Teil noch.Meine Tochter kann bestimmt keine zehn Jahre zu Hause bleiben,mal sehen wie die jungen Leute das lösen.liebe Grüße Manuela

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  5. Daran sehe ich, wie billig die Nahrungsmittel sind, wenn wir sie mit unserem Einkommen kaufen. Die Arbeiter, die sie herstellen, brauchen viel mehr Zeit und oft für wenig Lohn, z.B. in den Entwicklungsländern. Daran denken wir oftmals nicht und ich schließe mich da mit ein.
    LG Joachim

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  6. Als Frau bist Du meistens schlechter dran. Leider wird sich das in unserem Leben auch nicht mehr ändern. Vielleicht schaffens ja unsere Urenkel. LG Doris

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  7. Liebe Margot, was Kuestensocke geschrieben hat trifft es voll - für mich - wenn ich bedenke; Frauen die Hausfrauen sind, deren Arbeit sollte auch endlich Anerkennung finden, ich komme aus einer Großfamilie und wenn ich bedenke was meine Mutter geleistet hat...ich glaube das ist fast unbezahlbar. Ungerechtigkeiten sollten aufhören,Frau muss sich heute selber ernähren da wir in einer Welt leben wo Frau zum Glück nicht unbedingt einen Mann heiraten muss damit sie von zu Hause raus kommt, Frau darf alleine leben und alleine Miete,Strom ect... bezahlen, wieso darf sie dann nciht mehr od. genau soviel verdienen wie ein Mann?
    Liebe Grüße

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  8. Oh das ist ja wirklich ein interessantes Diskussionsthema, da kann ich mich auch heute (wieder) nicht zurückhalten. Ja in jedem Fall sollen Frauen und Männer gleich verdienen und ich kann nur dazu raten, dass Frauen dafür auch offen einstehen. Eine meiner Kolleginnen hat beim Chef gerade eine 10% Gehaltserhöhung ausgehandelt.... einige Damen im Büro maulen, ich sage: Klasse gemacht! Manchmal muss man sich schon mal dran erinnern "hier" zu schreien, damit die Herren in den Chefetagen auch alle wahrnehmen... und ich kenne einige Damen die besser bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen, weil drauf bestanden haben. Dass sie von den männlichen Kollegen und einigen Freundinnen dann als "Karrierezicken" bezeichnet werden, ist das eigentlich traurige daran. LG Kuestensocke, die ein glühender Verfechter von ausreichend Betreuungsangeboten nach der Schule ist...

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  9. Volker, ich glaub', ich geh' zu VW!
    Kuestensocke, zu Nr. 1: Sollen nicht so viel essen, sonst werden sie noch dick. Die männlichen Firmenchefs, ich glaube, das ist ein weitverbreitetes Phänomen, dass sie ihre Kundschaft gar nicht kennen wollen. Und zu Nr. 2: Das hat sie wirklich klasse gemacht. Allerdings glaube ich nicht, dass das ein Patentrezept ist. Das klappt in manchen Fällen, aber nicht immer. Und dann natürlich nur bei ausreichend Kinderbetreuungsangeboten, sonst bleiben sämtliche Mütter außen vor. Da bin ich ganz deiner Meinung. Aber da kommt auch wieder deine Einleitung zum Tragen - immer wenn es heißt, die Kinderbetreuung gehört verbessert, dann melden sich plötzlich jede Menge Hausfrauen zu Wort, die auf die Betreuung daheim durch die Mutter schwören und das als einzig gangbaren Weg betrachten. Vorsicht, Falle, denke ich mir da immer.
    Mo, ich zweifle. Wenn überhaupt, dann höchstens auf Gewerkschaftsebene.
    Manuela, das Thema hat sich verselbständigt. Erst wollte ich darüber schreiben, wie lange man arbeiten muss, um sich gewisse Sachen leisten zu könnne, dann kam der Gedanke, hoppala, das ist nicht bei allen gleich, darum das Durchschnittseinkommen und die Trennung nach Männern und Frauen. Der Wiedereinstieg ist für jede Frau mit Kindern ein schwieriges Thema, es hat sich einiges gebessert in den letzten Jahren, aber es ist immer noch hart und für viele mit Einkommenseinbußen verbunden.
    Joachim, deine Anregung nehme ich dankbar an. Das wäre ein Thema für einen eigenen Artikel. Willst du drüber schreiben, oder soll ich?
    Doris, ich teile auch deine Meinung, dass sich dieser Zustand in unserem Leben nicht mehr wesentlich ändern wird. Aber bis zu unseren Urenkeln hoffe ich doch!
    Kerstin, auch Hausarbeit ist Arbeit, da stimme ich dir voll und ganz zu. Darüber gibt es auch wieder eigene Statistiken, wieviele Stunden von Männern und wieviele Stunden von Frauen gearbeitet werden, wenn man die Hausarbeit mitrechnet. Da schneiden dann plötzlich die Frauen wesentlich besser ab. Aber wenn es um bezahlte Arbeit geht, da finde ich es eine Selbstverständlichkeit, dass Frauen gleich bezahlt werden sollten wie Männer. Dann wird auch oft argumentiert, Frauen machen die leichteren Arbeiten als Männer, darum verdienen sie nicht so viel. Wie würdest du die Arbeit als Altenpflegerin einschätzen?
    Ich habe mich sehr gefreut, dass ihr euch über diese paar Zeilen so viele Gedanken gemacht habt. Das muss ich auch noch loswerden.
    Liebe Grüße von Margot

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Ich freue mich, dass ihr bis hierher gelesen habt und freue mich noch mehr, wenn ihr eure Meinung dazu sagt.