Sonntag, 7. Juni 2009

Europawahl

Wählen war ich gerade. Die Wahlbeteiligung ist schon wieder erschreckend gering, vor mir waren gezählte 16 Personen wählen. Anscheinend ist es den Menschen wirklich egal. Aber eines kann ich mir jetzt doch nicht verkneifen: Ich hoffe sehr, dass diese niedrige Wahlbeteiligung nicht denen nützt, die es schaffen, mit Hetzparolen und an den Haaren herbeigezogenen Argumenten ihre Anhänger zu mobilisieren. Von diesen Personen möchte ich im Europäischen Parlament nicht vertreten werden.

Kommentare:

  1. Wir waren auch gerade, zum Glück ziemlich zeitig, denn nach uns kamen wirklich viele und so gab's schön Gedränge und Wartezeit. Es scheinen also doch einige wählen zu gehen!
    Ich durfte ja dieses Jahr zum ersten mal und war ganz schön überrascht, welche eigenartigen Parteien ich eigentlich wählen könnte... Ich hoffe nur, ich konnte mit meiner Stimme verhindern, dass die irgendwas zu sagen haben...
    Einen schönen Sonntag wünsche ich dir, Alex

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  2. Also ich kann die geringe Wahlbeteiligung echt verstehen. Ich meine, beim Wahlkampf erzählen sie einem das Blaue vom Himmel herunter und wenn sie dann dran sind, machen sie genau das Gegenteil. Und das machen alle so. Durch die Bank weg. Von daher bin ich der Meinung, hat man nicht wirklich eine Wahl.

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  3. Naja, diese Versprechungen im Wahlkampf muss man schon einkalkulieren, das weiß man ja, dass die Parteien alles beschönigen. Aber lieber wähle ich die großen Parteien, bei denen ich Abstriche machen muss, als dass ich von den "Piraten" oder so regiert werde...

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  4. Gezählte 16 Leute, das waren dann aber sehr viele, ich war gegen 15:00 Uhr los und außer meinem Liebsten und mir, waren noch zwei andere da. Einer der Wahlhelfer stammt aus meiner Nachbarschaft und er hat erzählt das vorher auch noch nicht viele zum wählen waren...Lieber Gruß Regina

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  5. Ich habe heute selbst im Wahllokal gearbeitet. Wir hatten dort eine Wahlbeteiligung von 15,6 %, die drittstärkste Partei waren die Linken. Erstaunlich finde ich, dass viele eingebürgerte Deutsche ihr Wahlrecht wahrnehmen. Daran kann man in meinen Augen ablesen, dass sie ihr Recht auch nutzen wollen (mal abgesehen davon, was sie denn nun wählen, ob das eine "gute" Wahl ist). Ansonsten machten überwiegend Rentner das Wahlpublikum aus. Gut, das Ergebnis ist nicht repräsentativ für ganz Köln, zeigt nur einen Ausschnitt, der von der Lage und Zusammensetzung an Leuten dieses Stimmbezirks beeinflusst ist, aber erschreckend ist das Desinteresse von jungen Leuten und solchen mittleren Alters schon.

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  6. Momentan bin ich zwiemlich Politk verdrossen, aber das wird wieder. Wählen kann ich nicht weil ich es als leere Versprechungen empfinde. Ich habe nicht das Gefühl das ich wirksam sein könnte. Also mache ich Politik im Kleinen - im Örtlichen Bürgerverein für Kinder. Kinder unterm Regenbogen - für alle Einrichtungen des Landkreises.;-) Mal sehen wann ich wieder wähle und was. lg Manuela

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  7. Wir waren gestern gegen 12 wählen und während ich noch in der Kabine war hat sich der Liebste mal mit der Frau an der Urne über die Wahlbeteiligung unterhalten. Sie hatte auch den Eindrück, dass es von Jahr zu Jahr zurückgeht.
    Einerseits empfinde ich auch eine grosse Abneigung gegen die ganzen Lügen, die einem da während des Wahlkampfes aufgetischt werden, aber andererseits muss man einfach das kleine bisschen Mitbestimmungsrecht, was man hat, nutzen. Selbst wenn man dann seinen Stimmzettel nur ungültig macht (habe ich schon getan) ist das besser als gar nicht zu gegen und den Radikalen meine Stimme zu überlassen.
    Aber das muss jeder selber entscheiden. Wenn man aber nicht wählen geht dann muss man auch mit den Wahlergebnissen leben und darf sich nicht ständig aufregen. :)

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  8. also ich muss ehrlich sagen ich kann verstehen dass so wenige wählen gehen.
    so kurz vor den wahlen wird immer sooo groß werbung gemacht und erzählt und versprochen. und wenn die wahlen vorbei sind, dann hört man erstmal 4 jahre wieder nix und wirklich was passiert tut auch nichts...

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  9. wirklich was passieren tut auch nichts. meine ich.

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  10. Ich weiß nicht, ob sich durch meine Stimme was bewegt. Wahrscheinlich kaum. Aber eines ist sicher: Wähle ich nicht, dann bewegt sich 100% nichts , so wie ichs gern hätte. So hat mans wenigstens versucht und braucht sich nicht vorzuwerfen, nichts getan zu haben. LG Doris

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  11. Da hätte ich jetzt gar nicht damit gerechnet, dass ihr zu diesem Thema so viel zu sagen habt. Ehrlich gesagt kann ich es auch verstehen, wenn jemand das Interesse an der Politik verliert, weil sich sowieso nicht wirklich etwas ändert. Bei manchen Wahlen denke ich mir auch, soll ich da jetzt wirklich hingehen, aber ich tu's dann doch, erstens, um zu zeigen, dass es mir nicht egal ist, was so beschlossen wird, und zweitens, um den Volksverhetzern eine Stimme zu klauen. Von denen haben wir hier genug, und jede Stimme, die sie nicht bekommen, ist wichtig. Meine ganz persönliche Meinung.
    Marion, im Wahllokal habe ich auch schon oft gearbeitet, in verschiedenen Wahlsprengeln, und ich war oft überrascht, wie sehr das Ergebnis eines kleinen Sprengels vom Gesamtergebnis abweicht. Aber dass die eingebürgerten Österreicher von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen, das ist mir auch aufgefallen.
    Liebe Grüße euch allen von Margot

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Ich freue mich, dass ihr bis hierher gelesen habt und freue mich noch mehr, wenn ihr eure Meinung dazu sagt.